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Ethik Teaser

"Behandle Dich und alle Lebewesen so, als müsstest Du ihnen für alle Ewigkeit in die Augen schauen." 

(Andreas Tenzer)


ETHIK


Ich orientiere mich an den folgenden Gedanken und ethischen Grundsätzen des QRC-Verbandes:

Einleitende Gedanken zum Thema Ethik in Coaching und Beratung

Wohlbefinden, Leistungsfähigkeit und Gesundheit werden von Menschen in ihrer alltäglichen beruflichen und privaten Umwelt geschaffen, mit gestaltet und gelebt: dort wo Menschen arbeiten, lieben, spielen, lernen. Nur dort wo Menschen für sich und auch für andere Verantwortung übernehmen, für sich und andere einstehen, wachsen gesunde Beziehungen, aus denen Lebensfreude und angemessene Leistung hervorgehen können. Menschen möchten in der Lage sein, selbst Entscheidungen zu treffen, sie möchten Einfluss nehmen und auch Kontrolle über ihre eigenen Lebensumstände ausüben können.

Voraussetzung hier für ist, dass Menschen ein tiefes Vertrauen in sich aktivieren können,
das Vertrauen, das Zutrauen und die Fähigkeit, die

Zusammenhänge, Muster und Abläufe zu verstehen (Verstehen), die eigenen Geschicke mit zu beeinflussen, zu handhaben und zu steuern (Selbstwirksamkeit), dem eigenen Leben Sinn und Bedeutsamkeit zu verleihen ([Relevanz).

Wir befähigen unsere Klienten und helfen ihnen dabei, ihre eigene Ressourcen zu erkennen und einsetzen zu können und auch auf äußere Ressourcen zugreifen zu können, um ihre Anliegen angemessen zu bearbeiten und die oben aufgeführten Wege zum Vertrauen beschreiten zu lernen. Unsere Klienten dürfen von uns Kompetenz, einen hohen Weiterbildungsstandard und umfassende Berufserfahrung erwarten. Sie sollen sich in der Zusammenarbeit mit uns als gleichberechtigte Partner wahrnehmen und intensiv an ihren Zielen und Anliegen arbeiten können. Dies stellen wir u.a. durch unsere Verpflichtung
auf die folgenden ethischen Richtlinien sicher.

Wir möchten unseren Klienten helfen, eine Welt zu gestalten, in der sie gerne leben möchten. Diese Gestaltung findet zu allererst in den "Köpfen" unserer Klienten statt. Wir sehen uns dabei nicht als Experten für die Lösungen unserer Klienten, sondern als hilfreiche Begleiter, die mit Prozesskompetenz den Klienten dabei behilflich sind, ihre Anliegen und Ziele zu bearbeiten, damit sie mehr Klarheit und Handlungskompetenz in ihrem Leben zu finden.

Ein Coach sollten Sie für sich und für die Klienten folgende Orientierungshilfe verstehen und anwenden: Was wir oder unsere Klienten tun oder wofür wir oder unsere Klienten sich entscheiden soll in unser Leben und das Leben der Klienten und in die Welt mehr Frieden, Entfaltungsmöglichkeiten und Wohlergehen bringen.

Ein Coach sollte Unterscheiden können – die Ziel-Mittel-Relation: Wir als Coach und unsere Klienten können lernen, zwischen Zielen, Mitteln und Handlungen zu unterscheiden. Eine Handlung oder ein Mittel sollten auf ein Ziel hin ausgerichtet sein, das die oben genannten Kriterien erfüllt. Viele Klienten verirren sich, in dem sie denken, dass „Mittel“ (z.B. Wissen, Erkenntnis, Selbsterfahrung, Vermehrung von Reichtum, Wertschöpfung …) Ziele sind.

Auf dem Weg sein: Unsere Klienten dürfen von uns Kompetenz, einen hohen Weiterbildungsstandard, Selbsterfahrung, kontinuierliche Supervision / Intervision und umfassende Erfahrung erwarten. Sie sollen sich in der Zusammenarbeit mit uns als gleichberechtigte Partner wahrnehmen und intensiv an ihren Zielen und Anliegen arbeiten können.

(QRC-Verband, www.qrc-verband.de)



Ethische Grundsätze von Coachs des QRC

(Stand: Oktober 2008)

1. Coachs des QRC erhalten und pflegen ihre eigene körperliche und psychische Gesundheit, Ausgeglichenheit (Work-Life-Balance), Leistungsfähigkeit und finanzielle und persönliche Unabhängigkeit. Wenn die eigene Gesundheit, Unabhängigkeit oder Leistungsfähigkeit eingeschränkt ist, stellen sie diese zuerst wieder her, bevor sie mit Klienten (Coachees) arbeiten.
Klienten werden in solchen Phasen an kompetente Kolleginnen und Kollegen verwiesen.

2. Coachs des QRC berücksichtigen ihren eigenen Erfahrungshorizont, ihr Wissen und ihre Kompetenz, um festzustellen, ob sie den Anforderungen an einen Coaching-Auftrag auch gewachsen sind. Wenn dies nicht der Fall ist, verweisen sie Klienten an entsprechende Kolleginnen oder Kollegen oder an andere professionelle Helferinnen und Helfer oder Institutionen (z.B. zur Psychotherapie, wenn eine solche erforderlich sein sollte). Coachs des QRC berücksichtigen, dass manche Klienten mehr psychologische Unterstützung benötigen, als dies durch Coaching möglich ist. Auch diese Klienten werden an andere zuständige Stellen verwiesen. Coachs des QRC kennen die Unterschiede der verschiedenen Beratungsformate Coaching, Supervision, Psychotherapie, Mediation und legen stets offen, in welchem Beratungsformat sie gerade mit ihren Klienten arbeiten.

3. Coachs des QRC sind dafür verantwortlich, dass die Klienten über die Bedingungen der Zusammenarbeit wahrheitsgemäß und gut informiert sind (Anliegen, Auftrag, Zeiten, Kosten, Methoden, Vertragsbestimmungen, Rücktrittsbestimmungen, Verbandsbindung, AGB u.a.).

4. Coachs des QRC geben auf Wunsch der Klienten Auskunft über ihre Verfahren, Methoden, Techniken, über die Zielsetzung und Hintergründe der Verfahren und über den Ablauf des Coaching-Prozesses. Coachs des QRC geben auch ehrlich Auskunft über ihre berufliche Sozialisation und ihren tatsächlichen Weiterbildungsstand und die Einbindung in Coaching-Netzwerke und Intervisions- bzw. Supervisionskreise.

5. Coachs des QRC gehen respektvoll mit allen Aspekten um, die sich aus Besonderheiten unterschiedlicher Kulturen, Religionen, politischer Ausrichtungen, Rassen, des Alters, der sozialen Schicht und des Geschlechts ergeben. Sie achten und respektieren das Recht jedes Menschen, würdevoll behandelt zu werden. Coachs des QRC achten und respektieren auch die Besonderheiten und die Würde von Kolleginnen und Kollegen, auch von anderen Coaching-Verbänden. Sie gehen kollegial, respekt- und würdevoll mit Kolleginnen und Kollegen um und achten und respektieren deren persönliche und berufliche Besonderheiten. Sie berücksichtigen die Gesetze ihres Landes.

6. Coachs des QRC respektieren das Recht eines Klienten, den Coaching-Kontrakt jederzeit wieder zu beenden.

7. Coachs des QRC verpflichten sich zu strikter Verschwiegenheit gegenüber dritten Personen. Dies gilt auch dann, wenn die dritten Personen den Coaching-Prozess in Auftrag gegeben haben oder ihn bezahlen. Coachs des QRC führen Aufzeichnungen über Termine und wesentliche Gesprächs- oder Interventionsschritte und Themen im Beratungsverlauf. Diese Aufzeichnungen werden so verwahrt, dass fremde Personen hierin niemals, ohne die ausdrückliche und schriftliche Zustimmung des Klienten, Einsicht nehmen können.

8. Coachs des QRC sind gut ausgebildet: Sie haben eine Ausbildung im Coaching von mindestens 180 Stunden (wovon mindestens 50 Stunden in direktem Kontakt zu einem Lehrtrainer absolviert wurden). Wenn die Phase der Präsenzausbildung weniger als 150 Stunden ausmachte, lassen Coachs des QRC im ersten Jahr ihres Berufslebens ihre Arbeit supervisorisch begleiten (Vorschlag: im Verhältnis 4:1). Sonderklausel für Studierende des Lehrgangs PCoa: Sie müssen das Fernstudium UND das zugehörige Präsenzseminar komplett abgeschlossen haben, bevor Sie einen Aufnahmeantrag stellen können.

9. Coachs des QRC haben eine eigene Selbsterfahrung absolviert (Vorschlag: 75 Stunden), um sich in der Arbeit mit Klienten besser auf deren Anliegen konzentrieren zu können.

10. Coachs des QRC investieren jährlich mindestens 30 Zeitstunden in professionelle Weiterbildung durch Seminare (= jährlich 30 CCE-Punkte des QRC: Continuing Coaching Education). Außerdem nehmen sie an Intervisionszirkeln teil und studieren die Fachpresse und Lehrbücher ihres Gebietes.

Hierzu lassen sie sich auch von Kolleginnen und Kollegen und ihrem Berufsverband befragen. Sie informieren sich regelmäßig über die Rechtsgrundlagen ihrer Arbeit.

11. Coachs des QRC evaluieren und messen die Qualität ihrer Arbeit, indem sie strukturiertes Feedback einholen (möglichst mit wissenschaftlich anerkannten standardisierten Fragebögen). Sie reagieren auf eigene Qualitätslücken umgehend und schließen diese mit Hilfe (und Rat) ihrer Kolleginnen und Kollegen sowie ihres Berufs- und Standesverbandes. Coachs des QRC lassen ihre Arbeit regelmäßig professionell begleiten und holen sich auf diese Weise Feedback (z.B. Life-Begleitung durch Senior-Coachs des QRC und/oder Supervision parallel zur Arbeit mit Klienten).

12. Coachs des QRC haben einen ausreichenden Versicherungsschutz für ihre Tätigkeit (zumindest einen umfassenden Haftpflichtversicherungsschutz für Personen- und Vermögensschäden). Sie informieren sich auch über andere sozial- und versicherungsrechtliche Fragen ihrer Tätigkeit (Rentenversicherung, BfA u.a.) und sind selbst ausreichend abgesichert.

13. Coachs des QRC vermeiden Interessenkonflikte, indem sie keine Aufträge annehmen oder weiterführen, die ihre persönliche und finanzielle Unabhängigkeit gefährden. Außerdem gehen Coachs des QRC keine erotischen oder freundschaftlichen Beziehungen mit Klientinnen oder Klienten ein. Sie nutzen ihre informelle „Machtposition“ aus dem spezifischen Rollenverhältnis und der damit einhergehenden „Intimität“ niemals für eine Form des Rollenmissbrauchs.

14. Coachs des QRC sehen sich in einer besonderen Verantwortlichkeit für diese Welt. Das Ziel ihrer Arbeit ist es nicht ausschließlich Geld zu verdienen – da Geld kein Ziel sondern nur ein Mittel ist.

Stattdessen dienen sie mit ihrer Arbeit drei Zielen: Mehr Frieden, mehr Wohlergehen, mehr Entfaltungsmöglichkeiten für die Klienten, ihr soziales Umfeld, für den Coach selbst, für die belebte und unbelebte Welt. Diese Ziele setzten voraus, dass die Coachs des QRC sich an einem Werte-Set orientieren, das das Wohlergehen der Menschheit, der Welt und der Natur mit einschließt. Coachs des QRC leben diese Werteorientierung vor und regen ihre Klienten an, über ihre eigenen Werte und Verantwortlichkeiten nachzudenken. Coachs des QRC unterstützen und fördern keine Maßnahmen, Coaching-Ziele oder Aufträge, die dieser Werteorientierung offensichtlich widersprechen.

15. Coachs des QRC, die selbst Weiterbildungen anbieten, orientieren sich an den Werten, die das Forum Werteorientierung in der Weiterbildung e.V. festgelegt hat (www.forumwerteorientierung.de). An diesen Werten orientieren sich auch alle anderen Coachs des QRC – indem sie die dort genannten Werte, die mit „Weiterbildungsanbieter orientieren sich an…“ sinngemäß für sich übersetzen in „Coachs des QRC orientieren sich in ihrer Tätigkeit an…“.

16. Coachs des QRC handeln stets in einer Weise, die die Tätigkeit des Coachings nicht in Verruf bringt. Sie handeln stattdessen so, dass das öffentliche Bild des Coachings realistisch und positiv zur Geltung kommt und dass die Professionalisierung und Seriosität der Tätigkeit positiv weiterentwickelt werden.

Coachs des QRC erkennen die Satzung des Verbandes an. In ihrer Arbeit orientieren Sie sich vorwiegend an den oben genannten ethischen Grundsätzen. (Stand: Oktober 2008)